Hugo Stinnes

- Unternehmer und Politiker

Hugo Stinnes wird als zweiter Sohn einer wohlhabenden Familie im Jahr 1870 geboren. Die Familie war bereits seit Beginn des 19. Jahrhunderts im Bergbau und im Handel tätig. Bereits mit dreiundzwanzig Jahren war Hugo Stinnes ein erfolgreicher Industrieller.

Der Inflationskönig aus der Unternehmerfamilie

Hugo Stinnes gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zu den bedeutendsten Unternehmern. Er zählte am Anfang der Weimarer Republik zu den einflussreichsten Persönlichkeiten. Hugo Stinnes ist als Inflationskönig der Welt in Erinnerung geblieben, da er von der aggressiven Fremdfinanzierung seiner Unternehmen stark profitierte. Der Großvater Mathias Stinnes begann bereits im Jahr 1808 mit dem Transport von Kohle auf dem Rhein zwischen Amsterdam und Köln. Die Familie tätigte bereits im Jahr 1839 Investitionen in Bergbaubeteiligungen.

Karrie

Nachdem Hugo Stinnes eine Lehre in einem Koblenzer Handelsunternehmen und auf der Mühlheimer Zecke Wiesche absolvierte, studierte er an der königlichen Bergbauakadmie in Berlin. Er trat im Jahr 1890 in das Familienunternehmen als Prokurist ein. Nachdem er seinem Vetter Unfähigkeit und eine Neigung zum Alkoholismus vorwarf, machte er sich mit finanzieller Hilfe seiner Mutter selbstständig und begann seinen eigenen internationalen Handelskonzern aufzubauen. Seine Bemühungen übertragen den bisherigen Familienbesitz bei Weitem. Er erwarb neben der familieneigenen Zeche Mathias Stinnes auch die Straßburger Kohlenanstalt. Hugo Stinnes baute daraus einen Kohlenhandel mit Süddeutschland und der Schweiz auf. Dieses Unternehmen erweiterte er zu einer kleinen Reederei. Es folgten Niederlassungen in ganz Europa und in Übersee. Stinnes zeigte sich als erfolgreicher Organisator im Handel und auch in der Schwerindustrie.

Foto

Hugo Stinnes Ein Portrait von Hugo Stinness welches in den 1890er Jahren aufgenommen wurde.

Hugo Stinnes legte neben seiner unternehmerischen Aktivitäten auch Schwerpunkte in den Ausbau der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke sowie in den Mühlheimer Bergwerks Verein. Darüber hinaus war er noch maßgeblich an der Saar- und Mosel-Bergwerksgesellschaft beteiligt.